Beliebtheit und Chancen auf dem Partnermarkt

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Wieviele Frösche muss man küssen?

Manche ABs haben falsche Vorstellungen über die vermeintlichen Erfolge von beliebten Menschen und werden schnell durch eigene Misserfolge bei der Partnersuche entmutigt. Daher werden hier anhand empirischer Daten und einiger konkreter Erfahrungen die tatsächlichen Erfolgsausssichten beschrieben und Tipps für ABs erarbeitet.

Erwartungshaltung

Manche ABs haben bisher nur Ablehnung erlebt und haben verständlicherweise den Wunsch nach Anerkennung. Das folgende Zitat mag dies verdeutlichen:

Vorlage:Blockzitat

Der Wunsch nach Anerkennung durch viele Leute ist jedoch unrealistisch und unnötig und führt zur Frage: "Wieviel Anerkennung braucht man, um gut leben zu können?"

Einige ABs haben z.B. auf 5 oder 10 Kontaktanzeigen geantwortet und waren durch den ausbleibenden Erfolg entmutigt. Andererseits werden die Frustrationen mit Partnerbörsen oft diskutiert und tragen zu einer realistischeren - und pessimistischeren - Einschätzung der Erfolgsaussichten bei.

Prominente

Das Verhalten von Prominenten wird oft in den Foren als Maßstab für gesellschaftliche Normen diskutiert.

Prominenten wird manchmal allgemeine Beliebtheit unterstellt und Beiträge in Massenmedien suggerieren dies. Allgemeine Beliebtheit ist jedoch völlig unrealistisch, denn ein Mensch mit Persönlichkeit und eigener Meinung wird immer von irgendjemandem abgelehnt und ein Mensch "ohne Ecken und Kanten" wird gerade wegen seiner "Ecken- und Kantenlosigkeit" ebenfalls abgelehnt.

Interessanter ist der "Promi-Faktor", der zu einer Flut von Fanpost führt. Zeitungsberichte in der einschlägigen Presse mit Titeln wie (sinngemäß) "Hunderte von Frauen schicken Mörder Liebesbriefe" sprechen dafür, daß auch Menschen, die durch schlechte Taten bekannt werden, Fanpost einschließlich "weitergehender Interessebekundungen" bekommen, und scheinen damit sogar die Arschlochtheorie zu bestätigen.

Aus zahlreicher Fanpost auf "allgemeine Beliebtheit" zu schließen ist falsch. Zwei Rechenbeispiele mögen dies verdeutlichen:

  • Angenommen ein Krimineller wird durch einen Zeitungsbericht bei einer Million Lesern bekannt, 1 Prozent davon finden die Person toll und wiederum 1 Prozent davon schreiben ihm einen Brief, dann bekommt derjenige 100 Briefe.
  • Ein beliebter Mensch stellt sein Profil in eine Singlebörse, das Profil wird von nur 10 Leuten (typischer Wert) gelesen, bei 10 Prozent davon - also bei einer Person - stößt es auf Interesse, und diese Person wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent eine Antwort schreiben, dann bekommt derjenige im Durchschnitt nur 0,1 Antworten.

Prominente haben zwar Vorteile durch die zahlreichen Chancen, die sich für sie auftun oder aufzutun scheinen, aber auch Nachteile, die oft übersehen werden. Sie müssen nämlich unerwünschte, ungeeignete oder gar bösartige Mitmenschen abwehren. Das Versteckspiel, das Prominente nach öffentlichen Auftritten spielen müssen, ist nur ein Beispiel für notwendige Vorsichtsmaßnahmen.

Von unerwünschtem Interesse betroffen sind auch Menschen, die in Massenmedien erwähnt werden, im Ausland in den Genuss des "Ausländerbonus" kommen, oder reich sind. Von unerwünschtem Interesse sind auch ganz "normale" Menschen und auch ABs betroffen. Berichte in Foren der Seduction Community über "gold diggers" (Goldgräberinnen) und die Diskussion über "Ausnutzung und Kumpelschiene" bestätigen das.

Es gibt also keinen Grund, Prominente wegen ihrer vermeintlichen Chancen zu beneiden, denn "normale" Menschen würden als Prominente erstmal haufenweise schlechte Erfahrungen machen, weil sie nicht gelernt haben, mit der neuen Situation richtig umzugehen.

Erfahrungen

  • Ein Mann aus dem AB-Forengemeinde ist im Fernsehen bei Dieter Speck aufgetreten. (S. Veröffentlichungen) Aus einer der Zuschriften hat sich eine Beziehung ergeben. Die meisten Zuschriften waren es allerdings nicht Wert berücksichtigt zu werden, denn die Schreiberinnen waren nur auf Geld aus.
  • Laut einem Zeitungbericht habe ein Mann eine Kontaktanzeige für sich auf sein Auto geschrieben. Dadurch habe er seine Frau gefunden. (Quellenangabe verschollen.)

Pickup-Artists

Einige der Pickup-Artists (PUA, Anmachexperten) in der Seduction Community haben ihre Fähigkeiten soweit verfeinert, daß sie sich an jede Frau anpassen und ihr suggerieren können, der ideale Mann für sie und nur für sie zu sein.

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Seine Erfolgsaussichten liegen nach seiner Einschätzung also bei etwa 20 oder 30 Prozent. In der Praxis stellen geübte PUAs wahrscheinlich sehr schnell fest, ob eine Frau zu den 4 von 5 gehört, bei denen sie auch mit all ihren Künsten sowieso keine Chance haben, und verschwenden an ihnen keine weitere Zeit. So entsteht die Illusion (für Umstehende oder die PUAs selbst), sie seien bei allen Frauen erfolgreich.

Einige PUAs, an eine weitere Grenze gestoßen zu sein, die sie nicht überwinden können. Diese Grenze sind vermutlich: "Der Mann passt der Frau zu gut, um wahr zu sein" oder "es geht zu schnell" oder "es geht zu reibungslos".

Andere PUAs sehen eher eine hohe Anzahl an Versuchen als wesentlichen Beitrag zum Erfolg:

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Trotz der hohen Chancen eines PUAs, bei einer Frau sexuelles Interesse zu wecken, dürfte nur ein Bruchteil dieser Frauen für eine langfristige Beziehung zu ihm passen. Trotzdem, er hat mehr Möglichkeiten, mit nicht optimal passenden Frauen eine angenehme Zeit zu verbringen, Lebenserfahrung zu sammeln und die "richtige" auszuwählen.

"Normal Sterbliche"

Aus verschiedenen persönlichen Gesprächen, Berichten in Foren und Büchern stammen folgende Zahlen. Einige davon beziehen sich anscheinend auf nicht vorsortierte Gruppen von Menschen.

  • nach etwa 50 Dates über Kontaktanzeigen eine Freundin gefunden (Autor eines Buchs über Kontaktanzeigen)
  • aus 10 Zuschriften zu einer Kontaktanzeige eine Freundin gefunden (ein PUA)
  • aus 40 Kontakten (auch die oberflächlichen mitgezählt) zu Frauen 3 gute Bekanntschaften und eine Freundin gefunden
  • nach 20 arrangierten Treffen schließlich den Mann zum Heiraten gefunden (eine Vietnamesin, die froh war, als die Serie von Treffen endlich zu Ende war)

Die Chancen hängen davon ab, in welcher Gruppe von Personen man sucht.

Bevölkerungsquerschnitt

An vielen Orten trifft man einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt, wo die Chance auf Passung minimal ist:

  • Viele Datingportale zielen auf die breite Masse ab.
  • Staatliche Schulen, wo wegen Gleichschaltung und allgemeiner Schulpflicht jeder Menschentyp zu finden ist.
  • Öffentliche Räume wie Shoppingmalls, von Bedeutung bei Anmache auf offener Straße und "cold approaches", die von der Seduction community propagiert werden.

Laut der o.g. Beobachtungen scheinen 50 Treffen mit Unbekannten also nötig und nicht ungewöhnlich zu sein, um einen Freund / eine Freundin zu finden. Diese Zahl widerspricht auch nicht dem "Bruchteil" der Frauen, die ein PUA erfolgreich anmacht und auch als Beziehungspartnerin geeignet finden dürfte.

Umgekehrt kommen also 98 von 100 Menschen nicht als potentielle Lebenspartner in Frage. Von einem Teil der 98 Ablehnungen bleiben immerhin einige Treffen in angenehmer Erinnerung oder es entsteht die eine oder andere Freundschaft. Bei ABs und Anhängern von kleinen Subkulturen und Interessensgruppen die dürften die Chancen um den Faktor 10 bis 100 niedriger liegen.

Zusammengefasst und krass ausgedrückt:

  • An Orten, wo Jedermann sich trifft, kann man erleben, wie scheißegal man anderen Menschen ist.
  • 98 % Ablehnungsquote und mehr sind normal und damit leben die meisten Menschen ganz gut.

Vorsortierte Gruppen

Folgende Gruppen sind nach ähnlichem Bildungsstand, Interessen oder Wertvorstellungen sortiert:

  • Persönliche Bekanntenkreise sind dagegen hochgradig vorsortiert.
  • Arbeitsplatz, Sortierung nach Bildungsstand und Interessen, nicht nach Wertvorstellungen.
  • VHS-Kurse, nach Interessen.
  • Interessengruppen, Bürgerinitiativen usw. sind oft auch nach Wertvorstellungen vorsortiert und bieten daher eine gute Grundlage, passende Menschen für Freundschaften und Beziehungen zu treffen.

ABs

Bei ABs gibt es zwei Extreme:

  • Diejenigen, die einen guten ersten Eindruck hinterlassen, haben vermutlich die gleichen Chancen wie "normal Sterbliche". Sie können ihre Chancen jedoch aus verschiedenen Gründen nicht nutzen.
  • Andere ABs (die Mehrheit? Eher Männer?) haben Null Chancen, egal wieviele Personen des anderen Geschlechts sie ansprechen. Für sie ist es eine riesige Anstrengung, die Ablehnungsquote von satten 100 auf 98 % zu senken.

Anthropologische Betrachtung

Angenommen die gewünschte Altersspanne für einen potentiellen Heiratspartner beträgt 6 Jahre - etwa ein Zehntel der Lebenserwartung eines Menschen, dann kommt höchstens ein Zwanzigstel der Bevölkerung als potentieller Heiratspartner (gewünschtes Alter und anderes Geschlecht) in Frage.

In prähistorischer Zeit bestanden Gruppen, die eine bestimmte Sprache sprachen, oft nur aus einigen Hundert bis zu einigen Tausend Menschen. Siedlungen hatten oft nur maximal 200 Einwohner, bis sie sich in kleinere Siedlungen spalteten. In Volksgruppen mit weniger als 1000 Mitgliedern (z.B. in dünn besiedelten Gegenden und bei kleinen Völkern) wurde die oben genannte Zahl von 50 potentiellen Partnern unterschritten, so dass Menschen nicht so wählerisch sein konnten, ohne ihren Fortbestand zu gefährden.

Das wirft einige anthropologische, philosophische und provokative Fragen auf:

  • Sind Menschen in Industriegesellschaften anspruchsvoller oder zu anspruchsvoll?
  • Sind Menschen in Industriegesellschaften untereinander zu verschiedenartig, so daß sie nicht mehr zueinander passen?
  • Führen Menschen in Industriegesellschaften bessere Beziehungen, weil sie ja mehr Auswahl bei der Partnersuche hatten?

Folgerungen und Tipps für ABs

Anzahl der Versuche:

  • ABs dürfen nicht nach nur 10 Versuchen aufgeben, sondern müssen ihre Erwartungshaltung senken. "Die Masse macht's."

Chancen:

  • ABs müssen ihre Chancen bei geeigneten Personen steigern, anstatt mit immer den gleichen Fehlern Kräfte zu verschwenden. Für Männer bieten sich die Künste der Seduction Community an.

Aufwände:

  • ABs müssen Kräfte sparen lernen, indem sie ungeeignete Personen schneller erkennen und aussortieren lernen.
  • ABs sollten dort suchen, wo die zu erwartende Passung am höchsten ist: z.B. im Bekanntenkreis.
  • ABs müssen lernen, auch aus den erfolglosen Treffen etwas zu gewinnen, und müssen sich für angenehme Nebeneffekte öffnen:
    • Etwaige Freundschaften
    • Angenehme Gespräche (auch ohne weiteren Kontakt), bei denen man Interessantes erfährt und erfolgreich Gespräche führen übt.
    • Bei eindeutig ungeeigneten Gesprächspartnern Einübung neuer Gesprächstechniken und Konfrontationen, denn man hat eh nichts zu verlieren, wenn es "zum Knall" kommen sollte.
  • ABs müssen sich "ein dickeres Fell" zulegen, damit unvermeidliche Körbe sie nicht so sehr herunterziehen.

Über Prominente:

  • Prominente sind nicht notwendigerweise beliebt.
  • Prominente sind nicht zu beneiden, weil sie unerwünschte Kontakte abwehren müssen.