Elementarteilchen (Film)

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Spielfilm von Oskar Roehler (2006), 108 min nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq.

Inhalt

"Lehrer Bruno und sein Halbbruder, der Molekularbiologe Michael, könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine wird vom Schuldienst suspendiert, weil er eine Elftklässlerin angegraben hat, dem anderen fällt der Wellensittich tot von der Stange. Der eine kann von nichts träumen außer Sex, der andere ist mit seinen knapp 40 Jahren immer noch Jungfrau. Vielleicht ist die Hippiemutter an den Problemen der Geschwister Schuld, die nur Sex im Kopf hat(te) und ihre Söhne bei den jeweiligen Großmüttern abstellte, um ihrem Jet-Set-Leben zu frönen."

Rezension von Lion & Albatros

Protagonisten des Films sind zwei in Charakter und Lebensweise sehr gegensätzliche Halbbrüder im Alter von etwa fünfunddreißig bis vierzig Jahren. Der eine ist Humangenetiker und AB, der andere ist Lehrer und sexsüchtiger Normalo. Im Laufe des Films, der zunächst komödiantisch/ironisch und tragikomisch, später dramatisch und anrührend zu nennen ist, entwickeln beide Liebesbeziehungen. Der AB begegnet seiner unerfüllten Jugendliebe wieder und entwickelt zaghaft eine späte Liebesbeziehung zu ihr. Der sexsüchtige Lehrer ist in seiner Ehe überfordert, nachdem seine Frau ein Kind geboren hat. Er versucht, eine sexuelle Beziehung zu einer minderjährigen Schülerin aufzubauen, scheitert aber. Auf Umwegen entwickelt er eine Liebesbeziehung zu einer Frau, bei der absehbar ist, daß sie aufgrund einer Erkrankung schon bald an den Rollstuhl gefesselt sein wird, und die in der bis dahin verbleibenden Zeit ihre Sexualität massiv auszuleben versucht.

Ein sehr unterhaltsamer und zugleich nachdenklich machender Film, der jedoch nicht völlig deckungsgleich mit der Romanvorlage ist.

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